Altersentlastungsbetrag ab 64 Jahren

21/01/2016 | By | Reply More

Für alle, die das 64. Lebensjahr vollendet haben und neben der Rente noch andere Einkünfte haben, gibt es vom Finanzamt die Möglichkeit einen Altersentlastungsbetrag (gesetzliche Grundlage ist der §24a, ESTG).

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Das gilt auch für Steuerpflichtige, die keine Rente erhalten, sondern nur Einkünfte aus anderen Quellen haben. Diese sind auch vom Altersentlastungsbetrag begünstigt.
Der Altersentlastungsbetrag betrug im Jahr 2005 40 Prozent der Bemessungsgrundlage, aber höchstens 1.908 €.

Der Altersentlastungsbetrag wird in den nächsten 35 Jahren jährlich um einen gewissen Prozentsatz gekürzt.
Beispiel:
Für das Jahr 2016 beträgt der prozentuale Anteil des Altersentlastungsbetrages 22,4 Prozent, höchstens jedoch 1.064€.
Für das Jahr 2017 beträgt der prozentuale Anteil des Altersentlastungsbetrages 20,8 Prozent, höchstens jedoch 988€.
Für das Jahr 2018 beträgt der prozentuale Anteil des Altersentlastungsbetrages 19,2 Prozent, höchstens jedoch 912€.
Für das Jahr 2019 beträgt der prozentuale Anteil des Altersentlastungsbetrages 17,6 Prozent, höchstens jedoch 836€.
Für das Jahr 2020 beträgt der prozentuale Anteil des Altersentlastungsbetrages 16,0 Prozent, höchstens jedoch 760€.

Für die Höhe des Altersentlastungsbetrages ist das Jahr maßgeblich, in dem man das 64. Lebensjahr vollendet.

Wer ab dem vollendeten 64. Lebensjahr neben seiner Rente noch andere Einkünfte hat, wie zum Beispiel
Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft,
Einkünfte aus Gewerbebetrieb,
Einkünfte aus selbstständiger Arbeit,
Einkünfte aus Kapitalvermögen (sofern nicht der Abgeltungsteuer unterliegend)
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
sonstige Einkünfte gemäß § 22 EStG (z.B. voll besteuerte Renten, Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen, Pensionsfonds, Pensionskassen und Direktversicherungen)
kann den Altersfreitrag geltend machen. Die Bemessungsgrundlage für den Altersfreibetrag rechnet sich wie folgt:
Summe aller Einkünfte (Arbeitslohn + Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit)
geteilt durch den entsprechenden Altersfreibetrag
ergibt den Gesamtbetrag der Einkünfte.


Positive und negative Einkünfte können gegeneinander verrechnet werden.

Nicht berücksichigt bei der Bemessungsgrundlage werden steuerfreie Einkünfte, pauschal besteuerter Arbeitslohn, Versorgungsbezüge, (§19 Absatz 2), wie zum Beispiel Pensionen und Einkünfte aus Leibrenten, (§22 Nr.1 Satz 3a).

Des weiteren wird der Altersfreibetrag bereits bei zu zahlenden Lohnsteuer abgezogen und nicht erst bei der
beim Lohnsteuerjahresausgleich. ((§ 39b Abs. 2 Satz 2 EStG)
Der einmal für den Steuerpflichtigen ermittelte Altersentlastungsbetrag kann bis ans Lebensende geltend gemacht werden.
Genaue Auskünfte zum Alterentlastungsbetrag erteilen die Finanzämter.

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Category: Recht&Finanzen

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